silentbass – wortlose Kritik

Als Loopkünstler in der Ostschweizer Klanglandschaft zeigt silentbass, das Bass heutzutage nicht nur in der elektronischen Musik einen hohen Stellenwert hat.
Mit den letzten beiden Alben hatte er uns noch auf eine verträumte Zeitreise aus instrumentalem Postrock und Anleihen aus Ambient eigeladen, so wird nun eine progressivere Gangart eingeschlagen.

«The Sound of Violence» baut sich zwar langsam, fast schleichend auf, lässt aber dann eine düstere Melancholie einfliessen, die unter die Haut geht. Die man fühlt und die einen im Griff hält. Gesteigert wird das dann bei «150m u.d.M», dem Stück, dass die am deutlichsten umrissene Struktur aufweist und mit herzerweichenden, sanften Melodien eine herrlich entrückende Stimmung aufbaut. Musik, um an regnerischen Tagen gedankenverloren durch das Fenster der fahrenden Bahn, auf die graue Stadt zu blicken.

Thema des Albums war auch ein Anstoss, die Live Umsetzung dynamischer zu gestalten. Überzeugte früher silentbass als One-Man-Band, wird er heute druckvoll mit Schlagzeug begleitet. Handgemachte Live-Visual der St.Galler Künstlerin Rahel Flückiger, machen die raren Shows des Bassisten zu einem einmaligen Erlebnis, mit viel Platz für Eigeninterpretation und Träumerei.

Am Donnerstag, 26.März wird «The Sound of Violence» im Rahmen des kleinen Konzerts in
der Grabenhalle getauft – man darf gespannt sein wo die Reise hinführt.

Tags : ,

Über

Gründer schweizerleckerbissen.ch